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Wer gilt als pflegebedürftig?

Personen, die für Verrichtungen des täglichen Lebens auf die Dauer in erheblichem Maße Unterstützung bedürfen.

 

Unterstützung heißt: 

 

  • die teilweise oder vollständige Übernahme von Verrichtungen im Bereich der Körperpflege: Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren, Blasen- und Darmentleerung;
  • Im Bereich der Ernährung: 
    Mundgerechtes Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung;
  • Im Bereich der Mobilität:  
    Das selbstständige Aufstehen und Zubett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung;
  • Im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung:
    Das Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung oder das Beheizen

Was übernimmt die Krankenkasse?

Sie übernimmt die Kosten für medizinische Leistungen (= Krankenpflege) SGB V.z.B. das Anreichen von Medikamenten, Insulininjektionen und das Anbringen von Verbänden oder das An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen. Dabei müssen die Leistungen dieser „Behandlungspflege“ vor Erbringung beantragt werden. Die Zusage oder die Verordnung des Hausarztes ist nicht ausreichend und keine Garantie für die Kostenübernahme. Genehmigt werden die Leistungen immer nur für einen begrenzten Zeitraum. Geht der Versorgungsbedarf über diesen Zeitraum hinaus, muss der Antrag wieder erneut gestellt werden. Um die Verlängerung der Anträge und deren Genehmigung kümmert sich der Pflegedienst. 

Was übernimmt die Pflegekasse?

Sie übernimmt die Kosten für pflegerische Leistungen (= häusliche Pflege/Altenpflege) SGB XI. 

Die soziale Pflegeversicherung sichert das Risiko der Pflegebedürftigkeit sozial ab und leistet Pflegebedürftigen Hilfe, wenn sie wegen der Schwere der Pflegebedürftigkeit mehr als andere auf solidarische Unterstützung angewiesen sind. Träger der Pflegeversicherung sind Pflegekassen. Die Pflegeversicherung folgt dabei der Krankenversicherung. Grundsätzlich gilt also: Sind Sie Mitglied bei einer gesetzlichen Krankenkasse, genießen Sie auch dort den Schutz der Pflegeversicherung. Sorgende Hände bieten Ihnen eine Leistungstabelle, in der das Abrechnungssystem transparent dargestellt wird. Modulweise wird dieses auf die Bedürfnisse der zu pflegenden Person abgestimmt. 

Begutachtung des Medizinischen Dienst (MDK) bei Ihnen Zuhause

Vorerst wird ein Antrag auf Einstufung in eine der drei Pflegestufen bei der Pflegekasse gestellt (Sie rufen bei Ihrer Krankenkasse an, das Antragsformular wird Ihnen dann zugesandt – Es gilt das Datum des Anrufes). Ein Gutachter des medizinischen Dienstes wird daraufhin das Ausmaß der Pflegebedürftigkeit bei einem Hausbesuch feststellen. Empfehlenswert ist es, sich auf den Hausbesuch vorzubereiten, schon einmal vorab die benötigten Pflegezeiten zu ermitteln. Dieses dient Ihrer detaillierten Übersicht über den nötigen Hilfebedarf, außerdem ist der Medizinische Dienst auf Ihre Unterstützung angewiesen. Der Hausbesuch des Gutachters ist maximal eine Momentaufnahme des Alltags der pflegebedürftigen Person. Sofern Sie oder Ihre Angehörigen bereits zu unseren Patienten/Kunden zählen, werden wir Sie bei diesem Termin unterstützen. Mit der Grundlage unserer Dokumentation und unserer Erfahrung werden wir dann den Pflegeaufwand aus unserer Sicht darstellen. Zur Begutachtung des MDK sollten Sie nach Möglichkeit alle medizinischen Unterlagen vorlegen.

 

Wir führen auch die gesetzlich vorgeschriebene Pflegeberatung bei ausschließlichem Erhalt von Pflegegeld durch (§ 37. Abs. 3 SGB XI). Damit Ihnen keine finanziellen Nachteile entstehen (Kürzung des Pflegegeldes bei Versäumnis des Beratungsbesuches), setzen wir uns telefonisch rechtzeitig mit Ihnen zur Terminabsprache in Verbindung.

 

Haben Sie noch Fragen? Rufen Sie uns an!